Analyse von Asbest in Asbestpappe | © CRB Analyse Service GmbH

Asbest-Test von Asbestpappe

  • Asbestart(en): überwiegend Chrysotil; Asbestgehalt bis 100 %

Sie sanieren gerade Ihre Immobilie und haben gräuliche Pappe unter PVC-Bodenbelägen, hinter Heizkörpern oder um Elektroinstallationen gefunden? Dann könnte es sich um die gefährliche Asbestpappe handeln. Obwohl Asbest als Baustoff seit Jahrzehnten verboten ist, finden sich vor allem in älteren Gebäuden noch häufig asbesthaltige Materialien. Asbestpappe ist nur schwer zu erkennen und häufig unter anderen Baumaterialien versteckt. Bei Sanierungsarbeiten können gefährliche Asbestfasern austreten und unbemerkt eingeatmet werden. Dies kann schwere gesundheitliche Schäden zur Folge haben.

Bestenfalls sollten Besitzer schon vor Beginn der Sanierungsarbeiten eine Asbest-Analyse machen lassen. Aber auch wenn verdächtiges Material erst zufällig während der Arbeiten entdeckt wird, sollten Sie es von CRB testen lassen. Eine kleine Probe per Post an das CRB-Labor genügt und Sie erhalten in nur wenigen Tagen das gerichtsfeste Ergebnis.

Eckdaten Asbestpappe:

Verwendung, Produkte

  • Dämmplatten zur Schallschutz-, Brandschutz-, Wärmeisolierung
  • Weitere Bestandteile häufig künstliche Mineralfasern, KMF oder organische Fasern

Asbestart(en)

  • Überwiegend Chrysotil

Asbestgehalt

  • bis 100 %

Unsere Leistungen für Sie

Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 für

62,00 € netto (73,78 € brutto).

Asbest-Test Asbestpappe | © CRB Analyse Service GmbH
Üblicherweise hat Asbestpappe eine faserige Struktur und grün-gräulich Färbung. © CRB Analyse Service GmbH

Häufig gestellte Fragen rund um Asbestpappe

Was ist Asbestpappe?

Pappen mit einem hohen Asbestanteil wurden ab den 60er Jahren als Dämmmaterial produziert. Sie wurden damals häufig einfach als Isolierpappen bezeichnet. Der Asbestanteil in diesen Pappen kann bis zu 80 Prozent betragen. Sie werden als schwach gebundene Asbest-Produkte klassifiziert und können bei unsachgemäßem Umgang die gefährlichen Asbestfasern freisetzen. Wird verdächtiges Material entdeckt, sollte es nicht einfach herausgerissen werden, sondern zuvor einer Asbest-Analyse unterzogen werden.

Wie erkenne ich Asbestpappe?

Asbestpappe hat zumeist eine helle, graubraune oder grünlich-graue Färbung und ist nur wenige mm dick. Das Material ist weich und zerbrechlich. An Bruchstellen können faserige Strukturen zu sehen sein. Außerdem ist Asbest farb- und geruchlos und die feinen Fasern sind kaum mit bloßem Auge erkennbar. Deshalb lässt sich an diesen Merkmalen allein nicht zweifelsfrei erkennen, ob tatsächlich Asbest in dem Baustoff verarbeitet wurde. Nur eine Asbest-Analyse kann absolute Sicherheit bringen. 

REM-Bild Chrysotil-Asbest in Asbestpappe | © CRB Analyse Service GmbH
Test von Asbest in Asbestpappe. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Chrysotil - Asbest. © CRB Analyse Service GmbH

Wo wurde Asbestpappe verbaut?

Asbest ist witterungs-, hitze- und feuerbeständig,weshalb es oft als Dämmmaterial eingesetzt wurde. Asbestpappe wurde häufig zur Isolierung unter Cushion-Vinyl-Bodenbelägen sowie unter PVC-Böden eingesetzt. Als Hitzeschutz wurde Asbestpappe hinter alten Heizkörpern sowie Nachtspeicheröfen verbaut und ist als hitzeresistente Verkleidung sogar in Kochnischen und an alten Steckdosen, Sicherungskästen und anderen Elektroinstallationen zu finden. Solche asbesthaltigen Bauteile finden sich auch in alten Elektro-Geräten wie z.B. Föns, Öfen, Herden.

Wie gefährlich ist Asbestpappe?

Der Asbestanteil in Asbestpappe kann bis zu 80 Prozent betragen. Solange die Pappe unbeschädigt und/oder unter anderen Materialien verbaut ist, geht unmittelbar keine Gefahr von ihr aus. Da der krebserregende Stoff in dem Material allerdings schwach gebunden ist, reichen schon kleinste Beschädigungen oder Abnutzungserscheinungen, um die gefährlichen Fasern freizusetzen. Diese werden oft unbemerkt eingeatmet. Die Folge sind gefährliche Erkrankungen wie die Asbestose und weitere Krankheiten des Lungenapparats, die oftmals erst nach Jahren erkannt werden.

Kann ich eine Asbest-Sanierung selbst durchführen?

Da die gesundheitlichen Gefahren bei Sanierungsarbeiten durch etwaige Beschädigungen des Materials besonders hoch ist, raten wir davon ab, Asbest-Sanierungen selbst durchzuführen. Spezialisierte Bau- oder Sanierungsfirmen schützen ihre Mitarbeiter mit speziellen Schutzanzügen und setzen Absauganlagen ein, damit die gefährlichen Fasern nicht durch Luftzug in andere Räume des Hauses verteilt werden. Ein zertifizierter Betrieb kann einen Asbest-Schein auf Grundlage der Lehrgänge TRGS 519 vorweisen. Diese Betriebe übernehmen häufig auch die Entsorgung der Abfälle.

CRB GmbH | Frau Dr. Benner am Rasterelektronenmikrokop | © CRB Analyse Service GmbH
Frau Dr. Benner bei der Untersuchung von Asbestproben am Rasterelektronenmikroskop. © CRB Analyse Service GmbH

Wie viel kostet eine Asbest-Sanierung von Asbestpappe?

Die Kosten hängen von der Menge des zu entfernenden gefährlichen Baustoffs und dessen Zugänglichkeit ab. Renovierungsarbeiten, z.B.an Asbestzement auf dem Dach oder an der Hausfassade inklusive Gerüst, sind dementsprechend kostspieliger als eine Sanierung in einem Raum. Pro Quadratmeter müssen Auftraggeber mit 30 bis 45 Euro rechnen, plus zusätzlichen Aufwendungen für Werkzeuge, Gerüste, Container und die endgültige Entsorgung in einer Sondermülldeponie. Da Asbestpappe im Gegensatz zu Dachpappe zumeist nur in Innenräumen und nur an bestimmten Stellen im zweistelligen Quadratmeterbereich verbaut wurden, sollten die Kosten also im vierstelligen Bereich bleiben.

Wie muss Asbestpappe entsorgt werden?

Üblicherweise übernimmt der Sanierungsbetrieb die Entsorgung der asbesthaltigen Baustoffe. Denn schwach gebundene Asbestprodukte gelten als Sondermüll. Wenn Sie ein Material besitzen, bei dem der Verdacht besteht, dass es sich um asbesthaltige Produkte handelt, sollten Sie eine Asbest-Analyse machen. Denn selbst der Transport schwach gebundener Asbestprodukte obliegt besonderen Richtlinien und muss je nach Höhe des Asbestanteils sogar behördlich angemeldet werden. Da Wertstoffhöfe Materialien, die unter Asbest-Verdacht stehen, häufig selbst testen, sollten Sie Ihre Sanierungsabfälle nicht einfach ungetestet dort hinbringen. Daraus könnten sich unangenehme rechtliche Konsequenzen ergeben. Die meisten Wertstoffhöfe nehmen nur fest gebundene Asbestprodukte mit niedrigem Asbestanteil an.

Identifizierung von Asbest in über rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren

Icon für die Analyse auf WHO-Fasern mit dem Rasterelektronenmikroskop als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 | © CRB Analyse Service GmbH
ProbenArten
Im Standard untersuchen wir Gewebe als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5.
Es stehen Ihnen weitere Probenarten, wie etwa Staubproben zur Verfügung.

Eine Übersicht verschiedener Probenarten finden Sie hier.
Icon als Hinweis für die Preise der  Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 und weitere | © CRB Analyse Service GmbH
Preise
Die Untersuchung als Materialprobe
gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5
eines ca. münzgroßen Materialstücks kostet
62,00 € netto (73,78 € brutto).

 Weitere Preise finden Sie in unserer Preisliste.
 
Icon als Hinweis für Informationen zum Probenversand mit Schritt-für-Schritt-Anleitung | © CRB Analyse Service GmbH
Probenversand
Proben müssen vorsichtig entnommen, einzeln verpackt und für unser Labor gut identifizierbar mit der Bestellnummer des jeweiligen Materials beschriftet sein.
Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung inkl. Video hilft Ihnen dabei.